MTB Ausfahrt 2010 - Richtberg Taferl
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MTB Ausfahrt 2010 - Richtberg Taferl Drucken E-Mail
Geschrieben von: Charles   
alt Wallfahrtskirche Richtberg Taferl 1047 m
Die Mountainbike Wallfahrt nach RICHTBERG-TAFERL mutierte zum reinsten Kreuzweg. Was den Pedal –Kreuzrittern als Buße auferlegt wurde, drang tief in deren Bikerbewusstsein und wird mit Sicherheit die Erkenntnis, wie sinnvoll eine „Downhillbuße“ ist, stärken.
Auf dass die nächste Wallfahrt über uns kommen möge ...
Vier mutige Kreuzritter - Herbert, Jürgen, Roberto und ihr Führer Karl brachen bei schwülen 30° auf, um Buße zu tun.
Sie nahmen Ihre „Drahtpferde“ und brachen in das gelobte Land Salzkammergut auf, suchten und fanden nach mühseligen Auf- und Abstiegen den heiligen Ort Richtberg Taferl.

Jedoch mussten sie nach dem Erklimmen der ersten Anstiege über den Kronberg und Hongar bei der Herberge „Zum Schwarzen“ dem Hitzegott ein Opfer darbringen. Kurz entschlossen entschied man sich für „Roberto“, genannt auch der „Einäugige“. Man spendete Ihm noch ein Cola und dann wurde er kurzer Hand geopfert. Die restlichen Kreuzritter durchkämmten anschließend den Urwald rund um den „Schwarzen“ und fanden den Pfad, der sie hinunter ins Wesenaurachtal bringen sollte.
Furchtlos stürzten sie sich in die Abhänge der Schlucht. Der Geruch der Drahtpferde (Bremsen) verbreitete sich im verwachsenen Gelände des gelobten Landes. Nachdem sie ihre Pferde warm gefahren hatten, trotteten sie gemächlich an den Ufern der Wesenaurach entlang, bis zum Einstieg, der sie hinauf zum sagenumwobenen Richtberg bringen sollte.
Nach unzähligen heißen Minuten wurde auch der Richtberg (1047 m) erklommen und die Pedal - Kreuzritter hatten ihr Ziel erreicht. Sie bekannten mit Reue ihre Sünden und nahmen dann ihre Aufgaben zur Buße entgegen.
Die Abarbeitung der Buße, ein weiterer saftiger Downhill Richtung Gahberg / Kreuzingalm tat ihrer geschundenen Seele gut. Am Gahberg erinnerte sich Ritter Jürgen an einen alten Pfad seiner Vorfahren, der irgendwo hinter der Kapelle am Gahberg ins Tal hinunter führen müsste. Was er nicht wusste, war die Tatsache, dass er sich nur an den halben Weg erinnerte.
So kam der erfahrene Führer Karl wieder ins Spiel und vollendete trotz eines Ausrutschers seines Drahtpferdes, was Ritter Jürgen oben am Gahberg angefangen hatte.
Am Ende der langen Wallfahrtsreise waren sie glücklich und zufrieden, endlich wieder einmal so richtig nette Downhills hinter sich gebracht zu haben.

Es sei noch erwähnt, dass der Vöcklabrucker Hufschmied, der „Radpoint Hans“ am Drahtpferd des Ritters Herbert ordentliche Arbeit geleistet hatte, sodass dieser die schwierige Reise mit ihren vielen Gefahren heil überstehen konnte.

Richtberg-Taferl

- bei Weyregg am Attersee ist eine gerne besuchte Wallfahrtsstätte, die auf dem 1047 Meter hohen Richtberg in Reindlmühl gelegen ist.
Das "Taferl", wie es in der Bevölkerung genannt wird, suchen vor allem Menschen auf, die sich in seelischer und auch körperlicher Bedrängnis befinden und eine Wende erhoffen und erbitten wollen. Dass dies vielfach gelingt, davon zeugen viele Votivtafeln in der Kapelle.
In der Überlieferung heißt es, dass auf dem bewaldeten Plateau des Richtberges eine weibliche Leiche gefunden wurde. Man befestigte daraufhin eine Pietà an einer Fichte, die bald betende Menschen anzog.
Als dann im Jahr 1860 nach einem schrecklichen Sturm, so berichtet die Legende, nur der Baum mit dem Reliefbild stehen blieb, empfand man dies als göttliche Weisung und errichtete ein Kapelle, um das Bild zu schützen.