MTB TOUR LADAKH / NORDINDIEN, AUCH „DAS KLEINE TIBET“ GENANNT.
Unser persönliches Bike-Highlight 2007 war die Reise in das 1000
Pässeland Ladakh in Nordindien.
Drei Wochen fuhren wir gemeinsam mit unserem Guide Karl Wintersteller
von World Wide Active und elf anderen Bikern aus ganz Österreich mit dem
Mountainbike durch den Himalaya.
Wir, das sind:Eisenknapp Josef, Kittl
Sigi und ich, Schiegl Karl jun. Zusätzlich für unseren Verein hatten
wir noch Stefan Mahlknecht, einen Südtiroler angeheuert.
Mit dem Flugzeug ging es von Salzburg über Wien nach New Delhi und
anschließend über den
Trans - Himalaya, vorbei am Karakorum mit seinen bekannten
Achttausendern „K2, Broad Peak, Gasherbrunn I und II“ in die Hauptstadt
von Ladakh, - Leh
Dort waren die ersten paar Tage Akklimatisation angesagt, um sich an die
Höhe zu gewöhnen. So durch- und umwanderten wir Leh. Die Stadt liegt
auf 3500 m und hat ca. 15000 Einwohner.
Nach dem Zusammenbau unserer Bikes starteten ein paar von uns, Dagmar
sogar mit Flip-Flops, eine kleine Rundfahrt durch Leh. Nächsten Tag gab
es dann die erste offizielle Ausfahrt rund um den Ort, von der hinteren
Seite hinauf zur Gompa (Ruine) und anschließendem Besuch der Shanti
Stupa. Am Heimweg war dann eine Visite in der German Bakery angesagt –
Kuchen vorzüglich – wer einmal nach Leh kommen sollte, für den ist der
Besuch der German Bakery ein Muss.
Die erste größere Besichtigungstour mit dem Bike führte uns dann den
Indus abwärts zu den Klöstern von Phyang und Spituk.
Am Ende der ersten Woche brachen wir zu unserer Rundreise als
Mountainbike-Nomaden auf. Es ging den Indus aufwärts, vorbei an
unzähligen Militärbasen und deren Permit-Kontrollen, durch enge
Schluchten, einsame Gegenden und Dörfer, über Pässe mit 4900 m bis nach
Korzok am Tso Moriri See auf 4500 m. Dieser Ort liegt oberhalb der
Vegetationsgrenze in der Region Changtang, welche die Heimat der Nomaden
ist. Das Hauptgebiet Changtangs liegt in Tibet und beheimatet ca. 1/2
Million Nomaden. Nur die westlichen Ausläufer des Gebietes gehören zu
Ladakh. In Korzok verbrachten wir einen Ruhetag mit Besuch eines
mehrtägigen Klosterfestes mit Maskentanz. Wir saßen am Ufer des See´s
beim Meditationszentrum des Dalai Lama und genossen die Einsamkeit und
den Blick in das entfernte Tibet mit seinen weißen Siebentausendern. Wir
sahen Yak – Karawanen, wanderten hinauf auf 5000 m und kamen uns vor
wie Brad Pitt in „Sieben Jahre in Tibet.“ Nach dem Ruhetag am Tso Moriri See ging es retour, zuerst nach Sumdo
Gongmar, wo wir eine SOS Kinderdorf Schule besuchten. Anschließend
übernachteten wir auf einer Hochebene mit grünen Wiesen und badeten in
heißen Schwefelquellen. Nächsten Tag ging es bis zu einem
ausgetrockneten Salzsee. Dann stand uns ein schwerer Tag bevor – wir
mussten unseren ersten „5000“ hinauf biken, auf den Tanglang La 5303 m.
Nach einer ca. 50 km langen Abfahrt - Übernachtung in Lato - kamen wir
nächsten Tag wieder ins Indus-Tal zurück. Weiter ging es in ein
Seitental zur Visite der Klöster Trakthok und Chemre. Nun waren wir nur noch zwei Tagesetappen von Leh entfernt. In Leh gab es
einen Ruhetag, um uns seelisch auf den bevorstehenden Höhepunkt der
Tour vorzubereiten. Der Kardong La stand am Programm: 40 km Anstieg
waren zu bewältigen um dann auf 5603 m zu stehen. Die anschließend 60 km
lange Abfahrt ins Nubra Valley kostete dann ein paar Sturzopfer. Im
Nubra Valley gab es noch eine Besichtigung des Klosters Diskit und kurz
vor der Grenze zu Pakistan machten wir kehrt und es ging mit dem Bus
zurück nach Leh.
Zu guter Letzt flogen wir hinunter nach New Dehli und Besichtigung und
machten noch eine Sightseeing Tour nach Agra zum Taj Mahal und dem Agra
Fort. Anschließend retour nach Dehli und Heimflug. |